Java SE: kommerzielle Features müssen explizit aktiviert werden

Ende 2016 brachte The Register ein Thema hoch nachdem Oracle nun auch Java-Nutzer in Audits auf Nutzung der kommerziellen Features prüfen würde. Dies führte zu großer Verunsicherung in der gesamten IT-Branche. Zu diesem Thema  haben die Java-Experten der DOAG/iJUG einen lesenswerten Artikel geschrieben: http://www.doag.org/home/aktuelle-news/article/java-se-kommerzielle-features-muessen-explizit-aktiviert-werden.html

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Lizenz|Roadshow von OPITZ CONSUTING 2017

Auch dieses Jahr informieren wir unsere Kunden und Interessenten wieder über die Lizenzierungsregeln von Oracle. Sowohl die Regeln für On-Prem als auch für Cloud werden vorgestellt. News, Cloud-Architekturen und Kostenvergleiche On-Prem vs Cloud zeigen das gesamte Spektrum an Lizenzierung und Architekturen.

Weitere Infos, Agenda, Termine, Orte und Anmeldungsmöglichkeit finden Sie hier!

 

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Oracle präzisiert und modifiziert die Regelungen beim Einsatz auf AWS und MS Azure

Ende Januar 2017 hat Oracle das Customer Facing Document Licensing Oracle Software in the Cloud Computing Environment aktualisiert.

Dieses Dokument beschreibt die Regelungen zur Lizenzierung von Oracle-Produkten beim Einsatz in den Cloud-Umgebungen von Amazon EC2, RDS und früher S3 sowie von Microsoft Azure, gemeinsam „Authorized Cloud Environments“ genannt.

Bisher galt, dass jeder virtuelle Core einem physikalischen Core gleichgesetzt wurde, was für alle Produkte galt, die per Prozessormetrik lizenzierbar waren. Bei Produkten mit „Standard Edition“ im Namen wurden für je 4 vCores eine Prozessorlizenz benötigt.

Dies wurde nun wie folgt geändert und gilt für alle in diesem Dokument gelisteten Programme (alle wichtigen DB-, Middleware- und BI-Produkte). Es erfolgte eine Präzisierung, da bislang nicht vollständig klar war, was bei der Regel „1 vCPU = 1 physCore“ der jeweilige physikalische Core war. In der Praxis hat man dann jeweils einen Intel-Xeon Core angenommen und bei der Ermittlung der notwendigen Prozessorzahl den Prozessorfaktor von 0,5 verwendet. Diese Unsicherheit ist nun beseitigt worden:

Bei Mircrosoft Azure wird nun für jeden Azure CPU Core eine Oracle Prozessorlizenz benötigt. Bei Produkten mit „Standard Edition“ im Namen werden für je 2 Azure CPU Cores eine Prozessorlizenz benötigt (bis max 8 Azure CPU Cores pro Azure-Instanz bei DB SE und bis max. 4 Azure CPU Cores pro Azure-Instanz bei DB SE1 und DB SE2).

Bei Amazon EC2 und Amazon RDS gilt:
Ist Hyperthreading bei der Instanz eingeschaltet, ändert sich gegenüber der alten Regelung nichts:
Alt mit Hyperthreading: 1 vCore=1 physCore = 0,5 Proz (weil man Intel-Xeon angenommen hat), also 2 vCore = 1 Proz
Neu mit Hyperthreading: 2 vCore = 1 Proz

Für AWS-Instanzen, bei denen kein Hyperthreading aktiviert ist, und das sind  nur T2 und M3.medium, verdoppeln sich die Lizenzkosten:
Alt ohne Hyperthreading: 1 vCore=1 physCore = 0,5 Proz (weil man Intel angenommen hat), also 2 vCore = 1 Proz
Neu ohne Hyperthreading: 1vCore = 1 Proz

Bei Produkten mit Standard Edition im Namen werden für je vier vCPUs eine Prozessorlizenz benötigt (bis max 16 vCPUS pro AWS-Instanz bei DB SE und bis max. 8 vCPUs pro AWS-Instanz bei DB SE1 und DB SE2).

 

Die Anwendung der Faktoren der Processor Core Factor Table wird bei Lizenzierung auf diesen „Authorized Cloud Environments“ explizit ausgeschlossen.

Fazit:
Beim Einsatz von Oracle Produkten auf Microsoft Azure verdoppeln sich bei gleichbleibender Architektur also die Lizenzkosten.
Ob sie sich beim Einsatz von Amazon EC2 und/oder Amazon RDS verdoppeln, hängt davon ab, ob Hyperthreading bei der jeweiligen Instanz aktiviert ist oder nicht. Als Kunde kann ich über die Auswahl des Instanztyps steuern, ob Hyperthreading aktiv ist oder nicht: „Jede vCPU ist ein Hyperthread eines Intel Xeon-Kerns. Ausnahmen sind T2 und m3.medium.“ Quelle: https://aws.amazon.com/de/ec2/instance-types/
Die Lizenzkosten verdoppeln sich also nur für AWS-Kunden, die die Instanztypen T2 bzw. M3.medium nutzen. Diese Kunden sollten darüber nachdenken, ob der Wechsel auf einen Instanztyp mit Hyperthreading möglich und wirtschaftlich ist.

 

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Tipp zur Verbesserung der Lizenzsicherheit beim Enterprise Manager

Hier ein interessanter und wichtiger Tipp von Ralf Durben für mehr Lizenzsicherheit bei Benutzung des Enterprise Managers: https://apex.oracle.com/pls/apex/germancommunities/dbacommunity/tipp/5661/index.html#AG

Gerade der von Oracle vorgesehene Default der Schalter Access_Granted und Access_Agreed haben bei Audits schon für viel Diskussion zwischen Kunden und Oracle/Auditor geführt. Dies kann man bei sauberer Administration im EM und unter Nutzung des o.g. Tipps vermeiden.

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Oracle NoSQL Database

Die Oracle NoSQL Database ist in zwei Editionen verfügbar:
– als eine open Source Community Edition (CE) und
– als Basic Edition (BE). Diese ist kostenfrei verfügbar für alle Kunden, die die Oracle DB Enterprise Edition lizenziert und unter Support und freie Lizenzen davon haben.

Das heißt, dass die BE nicht zusätzlich zum Featureumfang der DB EE gehört, sondern der Kunde pro Server wählen kann, ob er mit seiner DB EE Lizenz die BE einsetzen möchte oder die „echte“ EE.

 

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Oracle DB 12.2 On-Prem und Verlängerung Extended Support ohne Zusatzkosten

Die Oracle DB 12.2 für Exadata wird ab 15.02. und für Linux und SPARC ab 15.03. verfügbar sein. Weitere Plattformen (Windows 64 Bit, HP UX ITanium, IBM AIX on Power Systems, IBM Linux on System z) sind für das zweite Quartal 2017 angekündigt.

Der Extended-Support ohne Zusatzkosten für die DB 11.2 wird bis Ende 2018 verlängert.
Für die DB 12.1 gibt es Extended Support ohne Zusatzkkosten bis zum 31.07.2019

Quelle: MyOracleSupport Doc ID 742060.1

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„Umwandeln“ von On-Premise Lizenzen in Oracle Cloud-Subscriptions

Seit Anfang August 2016 bietet Oracle eine Möglichkeit, nicht-genutzte On-Premise-Lizenzen in Oracle Cloud Subscriptions umzuwandeln.

Eigentlich ist es keine Umwandlung von Lizenzen, sondern von Supportgebühren.
Der Kunde entscheidet sich, welche Produkte und Mengen er aus seinem Supportvertrag in sog. „Shelving licenses“ wandeln will. Der dafür gezahlte Supportbetrag der nicht mehr benötigten OnPremise-Lizenzen kann dann für beliebige Cloud-Subscriptions verwendet werden, wobei der Kunde jedoch den gleichen Betrag nochmal zukaufen muss.
Lizenzen werden ohne Repricing des verbleibenden Supports aus dem Supportvertrag genommen und „geparkt“.
Das Ganze geht nur bei unmetered Cloud Subscriptions PaaS für drei Jahre. Eine Anrechnung für IaaS ist nicht möglich). Für den Supportbetrag können beliebige PaaS Cloud-Subscriptions gebucht werden, der Kunden braucht nicht DB OnPremise durch DB Cloud zu ersetzen, sondern könnte auch Java Cloud für den Betrag nutzen.
Wenn der Kunde am Ende des Dreijahresvertrages kein Cloud mehr nutzen möchte, werden die Shelved Licenses wieder zurückgewandelt und er kann sie On-Premise weiternutzen.

Beispiel (fiktive Zahlen, dienen nur der Anschauung):
Kunde zahlt für 20 Proz. WebLogic Suite 200 TEU Support pro Jahr.
10 Proz braucht er nicht mehr, dafür möchte er DB EE in der Cloud nutzen.
Also wandelt er 10 Proz WebLogicSuite in Shelving Lizenzen und zahlt zusätzliche 100 TEU beim Abschluss des unmetered DB EE Cloud Service über insgesamt 200 TEU.
In Jahr 2 und Jahr 3 zahlt er jeweils 200 TEU (100 TEU für den geshelvten/umgewandelten WLS Support und 100 TEU direkt für Cloud).
Danach kann er die 10 Proz WebLogicSuite zurückwandeln und hat wieder 20 Proz WebLogicSuite, oder er macht mit dem Shelving weiter. Ob sich dass dann weiter jährlich verlängern lässt, oder dann wieder ein neuer Dreijahresvertrag abgeschlossen werden muss, ist aktuell noch unklar.

Fazit:
Man kann „On-Premise-Support-Euros“ in „Cloud-Euros“ umwandeln, muss aber für jeden umgewandelten Support-Euro einen „echten“ Cloud-Euro dazutun.
Der Vorteil für den Kunden liegt darin, nicht benötigten Support in etwas ‚sinnvolleres‘ (bspw. DB aus der Cloud) wandeln zu können, sofern er bereit ist, in gleichem Maße dazu zu zahlen, wobei er die geshelvten Lizenzen nicht verliert und nach den drei Jahren zurück wechseln kann.

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