Weitere Infos zu BYOL2PaaS

Im Septembver hatte ich erstmals über das neue Programm „Bring your own License 2 PaaS“ (BYOL2PaaS) berichtet. Hiermit wird der Investitionsschutz für vorhandene On-Prem-Lizenzen beim Wechsel in die Cloud gewährleistet.

Inzwischen gibt es erste Informationen, wie Oracle dis handhaben will:

Wenn ein Kunde nun Cloud-PaaS-Services (z.B. DB Enterprise Edition Service) bestellt, muss er angeben, ob er die Services mit Lizenz bestellen möchte oder ob er bereits über die entsprechende On-Prem-Lizenz verfügt. Gibt der Kunde an, dass er hierfür entsprechede On-Prem-Lizenzen verwenden möchte, dann wird ihm bei Buchung des PaaS-Service nur der IaaS-Anteil berechnet. Eine echte Zuordnung der Lizenzen durch Angabe von CSI-Nummern o.ä. muss nicht erfolgen. Oracle vertraut hier dem Kunden genau so wie beim Einsatz im On-Prem-Umfeld.

Bzgl. der in den Cloud-Packages enthaltenen Optionen und Managment-Packs gilt hier ebenfalls das Gleiche wie im On-Prem-Umfeld: Nur bei Nutzung von Optionen und Management-Packs in der Cloud-Umgebung, müssen hier dann auch die entsprechenden On-Prem-Lizenzen vorhanden sein.

Beispiel hierfür:
Wenn man für seine DB-Instanz die Partitioning Option benötigt, muss man als Database Service (PaaS) bei Oracle Cloud das High Performance Package buchen. Dieses enthält neben der Database Enterprise Edition und den in der Cloud dazugehörenden DataMasking and Subsetting-, Diagnostics- und  Tuning-Pack und Real Application Testing auch die folgenden Optionen und Managment Packs: Multitenant, Partitioning, Advanced Compression, Advanced Security, Label Security, Database Vault, OLAP, Advanced Analytics, Spatial & Graph, Database Lifecycle Management Pack and Cloud Management Pack for Oracle Database.
Nutzt der Kunde also nur die Partitioning Option, so benötigt er bei BYOL2PaaS die folgenden On-Prem-Lizenzen: DB Enterprise Edition und Partitioning Option.

Für die Ermittlung der notwendigen Lizenzzahlen gelten hier die selben Regeln wie beim Einsatz auf Oracle IaaS: zwei OCPU = ein Prozessor. Bei Produkten mit „Standard Edition“ im Namen (bis auf WebCenter Enterprise Capture Standard Edition, Java SE Support, Java SE Advanced und Java SE Suite) gilt: vier OCPU = ein Prozessor.

Die Minimum-Lizenzierung bei NUP-Lizenzen muss eingehalten werden: 25 NUP pro Prozessor bedeutet hier 25 NUP pro zwei OCPU, und zehn NUP pro Prozessor bedeutet zehn NUP pro zwei OCPU.

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Oracle Lizenzierung, Lizenzfragen, Business Practices, Licensing, OPITZ CONSULTING, DOAG Deutsche Oracle Anwendergruppe
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