„Umwandeln“ von On-Premise Lizenzen in Oracle Cloud-Subscriptions

Seit Anfang August 2016 bietet Oracle eine Möglichkeit, nicht-genutzte On-Premise-Lizenzen in Oracle Cloud Subscriptions umzuwandeln.

Eigentlich ist es keine Umwandlung von Lizenzen, sondern von Supportgebühren.
Der Kunde entscheidet sich, welche Produkte und Mengen er aus seinem Supportvertrag in sog. „Shelving licenses“ wandeln will. Der dafür gezahlte Supportbetrag der nicht mehr benötigten OnPremise-Lizenzen kann dann für beliebige Cloud-Subscriptions verwendet werden, wobei der Kunde jedoch den gleichen Betrag nochmal zukaufen muss.
Lizenzen werden ohne Repricing des verbleibenden Supports aus dem Supportvertrag genommen und „geparkt“.
Das Ganze geht nur bei unmetered Cloud Subscriptions PaaS für drei Jahre. Eine Anrechnung für IaaS ist nicht möglich). Für den Supportbetrag können beliebige PaaS Cloud-Subscriptions gebucht werden, der Kunden braucht nicht DB OnPremise durch DB Cloud zu ersetzen, sondern könnte auch Java Cloud für den Betrag nutzen.
Wenn der Kunde am Ende des Dreijahresvertrages kein Cloud mehr nutzen möchte, werden die Shelved Licenses wieder zurückgewandelt und er kann sie On-Premise weiternutzen.

Beispiel (fiktive Zahlen, dienen nur der Anschauung):
Kunde zahlt für 20 Proz. WebLogic Suite 200 TEU Support pro Jahr.
10 Proz braucht er nicht mehr, dafür möchte er DB EE in der Cloud nutzen.
Also wandelt er 10 Proz WebLogicSuite in Shelving Lizenzen und zahlt zusätzliche 100 TEU beim Abschluss des unmetered DB EE Cloud Service über insgesamt 200 TEU.
In Jahr 2 und Jahr 3 zahlt er jeweils 200 TEU (100 TEU für den geshelvten/umgewandelten WLS Support und 100 TEU direkt für Cloud).
Danach kann er die 10 Proz WebLogicSuite zurückwandeln und hat wieder 20 Proz WebLogicSuite, oder er macht mit dem Shelving weiter. Ob sich dass dann weiter jährlich verlängern lässt, oder dann wieder ein neuer Dreijahresvertrag abgeschlossen werden muss, ist aktuell noch unklar.

Fazit:
Man kann „On-Premise-Support-Euros“ in „Cloud-Euros“ umwandeln, muss aber für jeden umgewandelten Support-Euro einen „echten“ Cloud-Euro dazutun.
Der Vorteil für den Kunden liegt darin, nicht benötigten Support in etwas ‚sinnvolleres‘ (bspw. DB aus der Cloud) wandeln zu können, sofern er bereit ist, in gleichem Maße dazu zu zahlen, wobei er die geshelvten Lizenzen nicht verliert und nach den drei Jahren zurück wechseln kann.

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