Was ist denn genau ein Socket ? In Verbindung mit Multi-Chip-Modulen ist das wichtig bei der Bestimmung der zulässigen DB-Edition!

Die aufgrund der Servergröße mögliche Datenbank Edition wird ja von der Anzahl der Sockets im Server bestimmt. Natürlich muss jeweils die Edition lizenziert sein, die installiert ist bzw. läuft. Aber als Kunde hat man ja im Rahmen der unten stehenden Regeln die Wahl, welche Edition lizenziert und genutzt werden soll.

Und hier ist die Anzahl der Sockets im Server ein wichtiges Thema.
Was aber ist denn nun ein Socket für Oracle ?

Erstmal trifft uns das Problem ja „nur“ bei der SE1 und SE.

Bei DB-EE und allen anderen Produkten, die nicht „Standard Edition“ im Namen haben, gilt ja weiterhin, dass für die Ermittlung der benötigten Zahl der zu lizenzierenden Prozessoren alle Cores im Server (bzw. (VMWare-)Cluster) gezählt werden müssen und diese Zahl dann mit dem prozessortypabhängigen Faktor aus der Processor Core Factor Table multipliziert werden muss.

 

Bei SE und SE1 gilt schon seit 02.2007, dass ein Prozessor ein gefüllter Sockel ist (unabhängig von der Anzahl der Cores). Und seit 10.2007 gilt, dass bei Verwendung von MultiChipModulen jeder Chip als ein Prozessor zu zählen ist. Das ist also nicht neu. So konnte es passieren, dass man für einen Server mit zwei Sockeln die DB-SE1 einsetzen konnte, für diesen Server aber 4 Prozessorlizenzen benötigte, falls Prozessoren mit 2 Chips pro Sockel zum Einsatz kamen.

Das beantwortet ja erstmal die Frage, wie viele Prozessoren zu lizenzieren sind.

Nun haben wir ja noch die Begrenzung, bis zu wie vielen Sockets mal welche Edition einsetzen darf:

  • SE1: bis max 2 Sockets
  • SE: bis max 4 Sockets

Diese Begrenzungen gibt es so ebenfalls seit 02.2007.

Und bis Nov 2011 ist Socket nicht explizit im OLSA definiert gewesen, also galt als Socket das, was man üblicherweise darunter versteht: der Steckplatz für einen Prozessor auf dem Motherboard.

Seit dem OLSA V110711, also seit November 2011, gilt nun eine explizite Socket-Definition:

„Socket bezeichnet einen Slot für einen Chip (oder ein Mehrchip-Modul) mit mindestens einem Kern. Unabhängig von der Anzahl an Kernen wird jeder Chip (bzw. jedes Mehrchip-Modul) als einzelner Socket gezählt. Alle belegten Sockets, auf denen das Programm installiert ist und/oder ausgeführt wird, müssen lizenziert sein.“

Und daraus folgert Oracle nun, dass ein Chip auf einem MultiChipModul als Socket gezählt wird, also nicht nur bei der Anzahl der zu lizenzierenden Prozessoren relevant wird, sondern auch bei der Ermittlung der möglichen Editionen.
Beispiel: Ein Server mit insgesamt nur einem Socket auf dem ein 4-Chip-Modul steckt, kann also nicht mit einer DB-SE1 betrieben werden.

 

 

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