Infos zur Oracle Database Appliance (ODA)

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Infostand: 13.04.2012 entsprechend meinem aktuellen Wissensstand

Eine ODA besteht immer aus einem 2-Knoten-System und kostet aktuell Listenpreis knapp 40TEU.
Technische Daten siehe Factsheet. Als Betriebssystem ist Oracle Enterprise Linux vorinstalliert.
Auf der ODA darf nur die mitgelieferte Software sowie die Oracle DB Enterprise Edition samt Options betrieben werden.
DB Standard Edition ist aktuell nicht zugelassen, ist aber in der Diskussion. Ob es zukünftig möglich sein wird, die DB Standard Edition auf einer ODA zu betreiben, wird sich zeigen.

Zum Thema „sonstige Software“: siehe unten.

Die Maschine wird immer vollständig bestückt ausgeliefert (2 Server mit je zwei Sockel Hexacore Intel X5675), und der Preis der Hardware ist unabhängig davon, wieviele Prozessoren freigeschaltet werden.
Entsprechend der zum Einsatz kommenden Anzahl an DB-Lizenzen werden dann die Cores freigeschaltet, wobei die Cores in 2-er Schritten pro Knoten freigeschaltet werden und auf beiden Knoten die selbe Anzahl Cores aktiviert sein muss.
Je nach Einsatzzweck und Hochverfügbarkeitsarchitektur braucht nur ein Knoten lizenziert zu werden. Wenn beide Knoten Oracle-aktiv sind (bspw. bei RAC oder einer Standby-Architektur müssen DB-Lizenzen für beide Knoten vorliegen.

Aktuelll wird noch geklärt, ob die ODA auch als Failover-Cluster gefahren werden darf, so dass der zweite Knoten für die DB lizenzfrei bleibt.

Lizenziert werden kann per Prozessormetrik und per „Named User Plus“-Metrik.

Einsatz von sonstiger Software auf der ODA:
Grundsätzlich ist der Einsatz anderer Software als der Oracle Datenbank Enterprise Edition und ihrer Optionen und Management Packs nicht zugelassen. Nach MOS Note „Oracle Database Appliance ( ODA ) Software Agents and Multiple Oracle Homes support [ID 1415713.1]“ wurde diese Einschränkung zumindest für betriebsnahe Software etwas gelockert:

Software Agents:
Beginning immediately* for the ODA software release, all Oracle or 3rd-party software agents, including management, monitoring, and authorization agents, will be supported on ODA.
We will no longer maintain a white list of agents that will be supported. Customers may load any software agent, or write and deploy their own agents.
Oracle will provide patches for Oracle software and Linux libraries. Agents that ship as part of the Oracle Linux distribution will be automatically patched as part of our appliance patching process.

Quelle: MyOracleSupport Note 1415713.1 und mein Kollege Ingo Reisky, der darauf hingewiesen hat.

Weitere Infos zur ODA: http://www.oracle.com/us/products/database/database-appliance/overview/index.html

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2 Antworten zu Infos zur Oracle Database Appliance (ODA)

  1. Daniel Werner schreibt:

    Gemäss der ODA FAQ 1463638.1 darf man nun offenbar beliebige Applikationen installeren:
    „My customer would like to install an application on the Oracle Database Appliance. Is this supported?“

    „Yes. It is supported with Oracle Database Appliance version 2.2 using Oracle database 11.2.0.3 and Linux 5.8 (UEK).“

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