Neues Verfahren bei Oracle-Lizenzmigration

Früher gab es bei Oracle drei Verfahren bei Lizenzmigration und -upgrades:

Voraussetzung für jede Lizenzmigration ist immer, dass für die zu migreirenden Lizenzen ein gültiger aktueller Supportvertrag besteht.

Ratio-Migration: hier wurden vorhandene Lizenzen des selben Produktes von einer Lizenzmetrik nach einem in der Oracle Technology Migration Matrix (wie auch die Preisliste Oracle-confidential) festgelegten Verhältnis in eine andere Lizenzmetrik migriert. Also bspw. 50 Named User Plus in 1 Prozessor. Diese Migrationen waren in der Regel kostenfrei.

List-List-Migration: hier wurden vorhandene Lizenzen in ein anderes, höherwertiges produkt migriert. Wurde i.d.R. bei Migrationen angewendet, wenn heute noch beide Produkte auf der Preisliste stehen. Bspw. das Upgrade von Datenbank Standard Edition in Datenbank Enterprise Edition.

Net-Net-Migration: hier wurden vorhandene Lizenzen eines nicht mehr erhältlichen Produktes in ein aktuelles produkt migriert, indem der damalige Kaufpreis angerechnet wird.

 

Im Laufe des Jahres 2011 hat Oracle die Migrationverfahren geändert. Aktuell werden folgende Verfahren angewendet:

Ratio-Migration: das Verfahren bleibt bestehen wie oben beschrieben.

Enhanced Net-Net: Migrationen, die früher nach List-List oder nach Net-Net durchgeführt wurden, werden nun nach Enhanced Net-Net durchgeführt.
Lt Oracle wurde dieses Verfahren eingeführt, da man durch die diversen Firmen-Zukäufe nicht mehr von allen Altprodukten die ehemaligen Kaufpreise vorliegen hat und man somit Migrationsangebote einfacher und schneller erstellen kann. Auch Vertrieb und Oracle-Partner können nach diesem Verfahren die Kosten einer Migration einfacher voraus kalkulieren.

Der Preis für die Enhanced Net-Net Migration ergibt sich wie folgt:
Zu zahlender Preis = Listenpreis Neuprodukt
                                      – Discount (standard E-Business Discount und/oder Approvals)
                                      – 4 x aktuelle jährliche Supportrate für das Altprodukt
                                    aber mindestens 10% vom Neuprodukt-Listenpreis

 

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