BI Publisher (restricted) jetzt in IAS EE enthalten

In der Oracle Fusion Middleware Licensing Information wurde für die Releases 12.1.2 und höher folgender Satz hinzugefügt:

„A license to iAS-EE includes a restricted-use license to Oracle Business Intelligence Publisher. Use of Oracle Business Intelligence Publisher is restricted to use for production deployment purposes only. For use of Oracle Business Intelligence Publisher with application development and testing, a full use OracleBusiness Intelligence Publisher, Oracle Business Intelligence EE, or Internet Developer Suite license is required.“

Quelle: http://docs.oracle.com/cd/E55108_01/doc.62016/e56762.pdf PDF Seite 40, Kapitel 2.3.3.2 Enterprise Edition

Nach der Abkündigung von Oracle Reports (Details dazu hier) haben Kunden, die den IAS EE lizenziert haben, nun die Möglichkeit, stattdessen in den produktiven Umgebungen den Oracle BI Publisher ohne zusätzliche Lizenzen nutzen zu können. Für Entwicklung und Test der BI Publisher Reports benötigt man Lizenz(en) der Oracle Internet Developer Suite, was bei Kunden, die bislang Oracle Reports einsetzen, ohnehin gegeben sein dürfte, oder Lizenz(en) des BI Publishers.

Leider gilt diese Möglikchkeit, den BI Publisher  ohne Zusatzlizenzen nutzen zu können, aktuell nicht für Kunden von „Forms and Reports“.

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Datapump compressed und Adv. Compression Option

In meinem Vortrag Lizenznews auf der DOAG 2016 Konferenz und Ausstellung habe ich im PPT/PDF geschrieben und beim Vortrag gesagt, dass man bei Nutzung der BASIC Compression bei Datapump die Advanced Compression Option ab der Version 12c nicht mehr benötigt. Dies konnte man aus dem angegebenen Whitepaper zu Advanced Compression entnehmen.

Durch Nachfragen von Teilnehmern, die dies in den Database Licensing Information nicht ebenfalls herauslesen konnten (konnte ich auch nicht, hatte mich aber auf das Whitepaper verlassen), habe ich das Thema mit Oracle nochmal angesprochen.

Die finale Aussage von Oracle dazu ist, dass alle vier Compression-Level bei Datapump die Advanced Compression Option erfordern und dass das Whitepaper korrigiert wird.

 

 

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Anpassung der Oracle Processor Core Factor Table

Im Oktober 2016 hat Oracle zuletzt die Processor Core Factor Table angepasst.

Bis dahin war die Lizenzierung mit bestehenden Oracle Lizenzen (BYOL = Bring Your Own License) bei Nutzung von Oracle IaaS unklar. Man hatte eigentlich eine Definition der Regelungen im Dokument Licensing Oracle in the Cloud Computing Environment erwartet, das die Lizenzierungen in bestimmten Public Cloud-Umgebungen (Amazon EC2, RDS und Microsoft Azure) beschreibt, aber Oracle hat sich entschieden, die Lizenzierungsregeln für die Nutzung der eigenen Public Cloud Umgebungen Oracle IAAS und Ravello in der Processor Core Factor Table zu hinterlegen.

Diese sind:

Oracle IaaS:
2 OCPU = 1 Prozessor
Bei Produkten mit „Standard Edition“ im Namen (bis auf WebCenter Enterprise Capture Standard Edition, Java SE Support, Java SE Advanced und Java SE Suite): 4 OCPU = 1 Prozessor
Die Minimum-Lizenzierung bei NUP-Lizenzen muss eingehalten werden: 25 NUP pro Prozessor bedeutet hier 25 NUP pro 2 OCPU, und 10 NUP pro Prozessor bedeutet 10 NUP pro 2 OCPU. Minimum bei DB SE2 (10 NUP pro Server) ist hier bisher unklar.

Oracle Ravello:
4 vCPU = 1 Prozessor (=2 Ravelle R1 oder R2 Compute Units)

 

 

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Java SE: kommerzielle Features müssen explizit aktiviert werden

Ende 2016 brachte The Register ein Thema hoch nachdem Oracle nun auch Java-Nutzer in Audits auf Nutzung der kommerziellen Features prüfen würde. Dies führte zu großer Verunsicherung in der gesamten IT-Branche. Zu diesem Thema  haben die Java-Experten der DOAG/iJUG einen lesenswerten Artikel geschrieben: http://www.doag.org/home/aktuelle-news/article/java-se-kommerzielle-features-muessen-explizit-aktiviert-werden.html

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Lizenz|Roadshow von OPITZ CONSUTING 2017

Auch dieses Jahr informieren wir unsere Kunden und Interessenten wieder über die Lizenzierungsregeln von Oracle. Sowohl die Regeln für On-Prem als auch für Cloud werden vorgestellt. News, Cloud-Architekturen und Kostenvergleiche On-Prem vs Cloud zeigen das gesamte Spektrum an Lizenzierung und Architekturen.

Weitere Infos, Agenda, Termine, Orte und Anmeldungsmöglichkeit finden Sie hier!

 

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Oracle präzisiert und modifiziert die Regelungen beim Einsatz auf AWS und MS Azure

Ende Januar 2017 hat Oracle das Customer Facing Document Licensing Oracle Software in the Cloud Computing Environment aktualisiert.

Dieses Dokument beschreibt die Regelungen zur Lizenzierung von Oracle-Produkten beim Einsatz in den Cloud-Umgebungen von Amazon EC2, RDS und früher S3 sowie von Microsoft Azure, gemeinsam „Authorized Cloud Environments“ genannt.

Bisher galt, dass jeder virtuelle Core einem physikalischen Core gleichgesetzt wurde, was für alle Produkte galt, die per Prozessormetrik lizenzierbar waren. Bei Produkten mit „Standard Edition“ im Namen wurden für je 4 vCores eine Prozessorlizenz benötigt.

Dies wurde nun wie folgt geändert und gilt für alle in diesem Dokument gelisteten Programme (alle wichtigen DB-, Middleware- und BI-Produkte). Es erfolgte eine Präzisierung, da bislang nicht vollständig klar war, was bei der Regel „1 vCPU = 1 physCore“ der jeweilige physikalische Core war. In der Praxis hat man dann jeweils einen Intel-Xeon Core angenommen und bei der Ermittlung der notwendigen Prozessorzahl den Prozessorfaktor von 0,5 verwendet. Diese Unsicherheit ist nun beseitigt worden:

Bei Mircrosoft Azure wird nun für jeden Azure CPU Core eine Oracle Prozessorlizenz benötigt. Bei Produkten mit „Standard Edition“ im Namen werden für je 2 Azure CPU Cores eine Prozessorlizenz benötigt (bis max 8 Azure CPU Cores pro Azure-Instanz bei DB SE und bis max. 4 Azure CPU Cores pro Azure-Instanz bei DB SE1 und DB SE2).

Bei Amazon EC2 und Amazon RDS gilt:
Ist Hyperthreading bei der Instanz eingeschaltet, ändert sich gegenüber der alten Regelung nichts:
Alt mit Hyperthreading: 1 vCore=1 physCore = 0,5 Proz (weil man Intel-Xeon angenommen hat), also 2 vCore = 1 Proz
Neu mit Hyperthreading: 2 vCore = 1 Proz

Für AWS-Instanzen, bei denen kein Hyperthreading aktiviert ist, und das sind  nur T2 und M3.medium, verdoppeln sich die Lizenzkosten:
Alt ohne Hyperthreading: 1 vCore=1 physCore = 0,5 Proz (weil man Intel angenommen hat), also 2 vCore = 1 Proz
Neu ohne Hyperthreading: 1vCore = 1 Proz

Bei Produkten mit Standard Edition im Namen werden für je vier vCPUs eine Prozessorlizenz benötigt (bis max 16 vCPUS pro AWS-Instanz bei DB SE und bis max. 8 vCPUs pro AWS-Instanz bei DB SE1 und DB SE2).

 

Die Anwendung der Faktoren der Processor Core Factor Table wird bei Lizenzierung auf diesen „Authorized Cloud Environments“ explizit ausgeschlossen.

Fazit:
Beim Einsatz von Oracle Produkten auf Microsoft Azure verdoppeln sich bei gleichbleibender Architektur also die Lizenzkosten.
Ob sie sich beim Einsatz von Amazon EC2 und/oder Amazon RDS verdoppeln, hängt davon ab, ob Hyperthreading bei der jeweiligen Instanz aktiviert ist oder nicht. Als Kunde kann ich über die Auswahl des Instanztyps steuern, ob Hyperthreading aktiv ist oder nicht: „Jede vCPU ist ein Hyperthread eines Intel Xeon-Kerns. Ausnahmen sind T2 und m3.medium.“ Quelle: https://aws.amazon.com/de/ec2/instance-types/
Die Lizenzkosten verdoppeln sich also nur für AWS-Kunden, die die Instanztypen T2 bzw. M3.medium nutzen. Diese Kunden sollten darüber nachdenken, ob der Wechsel auf einen Instanztyp mit Hyperthreading möglich und wirtschaftlich ist.

 

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Tipp zur Verbesserung der Lizenzsicherheit beim Enterprise Manager

Hier ein interessanter und wichtiger Tipp von Ralf Durben für mehr Lizenzsicherheit bei Benutzung des Enterprise Managers: https://apex.oracle.com/pls/apex/germancommunities/dbacommunity/tipp/5661/index.html#AG

Gerade der von Oracle vorgesehene Default der Schalter Access_Granted und Access_Agreed haben bei Audits schon für viel Diskussion zwischen Kunden und Oracle/Auditor geführt. Dies kann man bei sauberer Administration im EM und unter Nutzung des o.g. Tipps vermeiden.

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