Oracle Cloud: „Universal Credits“ und „BYOL to PaaS“

Nachdem das Shelving abgeschafft wurde, gab es für kurze Zeit keinen Investitionsschutz für Oracle-Kunden, die ihre On-Prem Oracle-Datenbanken in die Cloud verlagern wollten. Man hatte also nicht-genutzte Lizenzen, musste aber PaaS Subscriptions neu kaufen. Und diese wiederum waren recht unflexibel aufgeteilt. Man musste vorher schon recht gut wissen, was und wieviel man brauchen wird.

Das hat Oracle nun deutlich und aus meiner Sicht sehr kundenfreundlich geändert und führt nun die „Universal Credits“ und das Programm „Bring your own license to PaaS“ ein:

Universal Credits:

Anstatt wie bisher die Services als Buckets (DB Services, Java Services, …) bei metered Subscriptions oder fest definiert (DB SE oder DB EE oder…) als non-metered Subscription zu ordern, kauft der Oracle Kunde zukünftig Universal Credits (auch SKU (Stock Keeping Units) genannt) und kann damit beliebige IaaS und PaaS Services nutzen, wofür dann die Universal Credits entsprechend des Verbrauchs angerechnet werden. Der Kunde ist also in seiner Nutzung komplett flexibel. Hiermit wurde eine Forderung umgesetzt, die Oracle-Partner und auch die DOAG schon lange an Oracle formuliert hatten.

Drei Abrechenmodelle sieht Oracle hierfür vor:

  • Pay as you go (PAYG): Abrechnung nach Verbrauch. Flexibelstes Abrechenmodell. Echtes Pay-as-you-use. Aber teurer als die monatlichen oder jährlichen Universal Credits.
  • Monatliche Universal Credits: Monatliches Cloud-Budget. Am Monatsende nicht-verbrauchtes Budget verfällt. Minimum-Dauer ist ein Jahr, mininale monatliche Credit-Summe (Budget) ist $ 1.000, also $ 12.000 pro Jahr. Man muss also jeden Monat 1/12 der Jahresssumme verbrauchen. Nutzbar also für recht gleichmäßige Verbräuche. Vom Preis her 30% niedriger als PAYG.
  • Jährliche Universal Credits: man hat 1 Jahr Zeit, das gekaufte Budget zu verbrauchen. Das am Ende der 12 monatigen Laufzeit nicht-verbrauchte Budget verfällt. Nutzbar also vor allem auch für saisonbedingt unterschiedliche Nutzungsintensität. Vom Preis her 10% niedriger als PAYG. Mininale jähriche Credit-Summe ist $ 12.000.

 

 

Bring your own License (BYOL):

Mit dem Programm „Bring your own License to PaaS“ stellt Oracle sicher, dass Investitionen, die für den Kauf von On-Prem-Lizenzen getätigt wurden, bei Nutzung der Oracle Cloud PaaS Services verwendet werden können. Die Idee dabei ist, dass Kunden nicht genutzte unter Support stehende On-Prem-Lizenzen in Oracle PaaS verwenden können und bei Oracle PaaS nur den IaaS-Anteil (also quasi nur die Compute Services zahlen). Dies soll – und ich denke auch: wird – den Umstieg in die Cloud deutlich vereinfachen. Zumal lt. Oracle die Gesamtkosten dann geringer sein werden als beim Umstieg per BYOL in die Clouds der Wettbewerber. Weitere Details, z.B. wie das bei ULA-Kunden gehandhabt wird oder das genau Produkt-/Service-Mapping, wird die Zukunft bringen.

 

 

 

 

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Shelving gibt’s nicht mehr

Vor etwa einem Jahr hatte ich von der Möglichkeit berichtet,  den Supportbetrag nicht genutzter On-Prem-Lizenzen beim Buchen von Oracle PaaS anrechnen zu lassen (Shelving).

Diese Möglichkeit hat Oracle mit Beginn des neuen Geschäftsjahres gestrichen.

Ob es eine andere Mögliuchkeit gibt, die Investitionen in On-Prem-Lizenzen beim Übergang in die Cloud (PaaS) zu sichern, habe ich bei Oracle angefragt und warte auf Antwort.

 

 

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BI Publisher (restricted) jetzt in IAS EE enthalten

In der Oracle Fusion Middleware Licensing Information wurde für die Releases 12.1.2 und höher folgender Satz hinzugefügt:

„A license to iAS-EE includes a restricted-use license to Oracle Business Intelligence Publisher. Use of Oracle Business Intelligence Publisher is restricted to use for production deployment purposes only. For use of Oracle Business Intelligence Publisher with application development and testing, a full use OracleBusiness Intelligence Publisher, Oracle Business Intelligence EE, or Internet Developer Suite license is required.“

Quelle: http://docs.oracle.com/cd/E55108_01/doc.62016/e56762.pdf PDF Seite 40, Kapitel 2.3.3.2 Enterprise Edition

Nach der Abkündigung von Oracle Reports (Details dazu hier) haben Kunden, die den IAS EE lizenziert haben, nun die Möglichkeit, stattdessen in den produktiven Umgebungen den Oracle BI Publisher ohne zusätzliche Lizenzen nutzen zu können. Für Entwicklung und Test der BI Publisher Reports benötigt man Lizenz(en) der Oracle Internet Developer Suite, was bei Kunden, die bislang Oracle Reports einsetzen, ohnehin gegeben sein dürfte, oder Lizenz(en) des BI Publishers.

Leider gilt diese Möglikchkeit, den BI Publisher  ohne Zusatzlizenzen nutzen zu können, aktuell nicht für Kunden von „Forms and Reports“.

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Datapump compressed und Adv. Compression Option

In meinem Vortrag Lizenznews auf der DOAG 2016 Konferenz und Ausstellung habe ich im PPT/PDF geschrieben und beim Vortrag gesagt, dass man bei Nutzung der BASIC Compression bei Datapump die Advanced Compression Option ab der Version 12c nicht mehr benötigt. Dies konnte man aus dem angegebenen Whitepaper zu Advanced Compression entnehmen.

Durch Nachfragen von Teilnehmern, die dies in den Database Licensing Information nicht ebenfalls herauslesen konnten (konnte ich auch nicht, hatte mich aber auf das Whitepaper verlassen), habe ich das Thema mit Oracle nochmal angesprochen.

Die finale Aussage von Oracle dazu ist, dass alle vier Compression-Level bei Datapump die Advanced Compression Option erfordern und dass das Whitepaper korrigiert wird.

 

 

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Anpassung der Oracle Processor Core Factor Table

Im Oktober 2016 hat Oracle zuletzt die Processor Core Factor Table angepasst.

Bis dahin war die Lizenzierung mit bestehenden Oracle Lizenzen (BYOL = Bring Your Own License) bei Nutzung von Oracle IaaS unklar. Man hatte eigentlich eine Definition der Regelungen im Dokument Licensing Oracle in the Cloud Computing Environment erwartet, das die Lizenzierungen in bestimmten Public Cloud-Umgebungen (Amazon EC2, RDS und Microsoft Azure) beschreibt, aber Oracle hat sich entschieden, die Lizenzierungsregeln für die Nutzung der eigenen Public Cloud Umgebungen Oracle IAAS und Ravello in der Processor Core Factor Table zu hinterlegen.

Diese sind:

Oracle IaaS:
2 OCPU = 1 Prozessor
Bei Produkten mit „Standard Edition“ im Namen (bis auf WebCenter Enterprise Capture Standard Edition, Java SE Support, Java SE Advanced und Java SE Suite): 4 OCPU = 1 Prozessor
Die Minimum-Lizenzierung bei NUP-Lizenzen muss eingehalten werden: 25 NUP pro Prozessor bedeutet hier 25 NUP pro 2 OCPU, und 10 NUP pro Prozessor bedeutet 10 NUP pro 2 OCPU. Minimum bei DB SE2 (10 NUP pro Server) ist hier bisher unklar.

Oracle Ravello:
4 vCPU = 1 Prozessor (=2 Ravelle R1 oder R2 Compute Units)

 

 

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Java SE: kommerzielle Features müssen explizit aktiviert werden

Ende 2016 brachte The Register ein Thema hoch nachdem Oracle nun auch Java-Nutzer in Audits auf Nutzung der kommerziellen Features prüfen würde. Dies führte zu großer Verunsicherung in der gesamten IT-Branche. Zu diesem Thema  haben die Java-Experten der DOAG/iJUG einen lesenswerten Artikel geschrieben: http://www.doag.org/home/aktuelle-news/article/java-se-kommerzielle-features-muessen-explizit-aktiviert-werden.html

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Lizenz|Roadshow von OPITZ CONSUTING 2017

Auch dieses Jahr informieren wir unsere Kunden und Interessenten wieder über die Lizenzierungsregeln von Oracle. Sowohl die Regeln für On-Prem als auch für Cloud werden vorgestellt. News, Cloud-Architekturen und Kostenvergleiche On-Prem vs Cloud zeigen das gesamte Spektrum an Lizenzierung und Architekturen.

Weitere Infos, Agenda, Termine, Orte und Anmeldungsmöglichkeit finden Sie hier!

 

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